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Konzept "Barbecue, Beer & Beethoven" geht auf

Panteleev: „Ein Abend für alle Sinne“

Zum ersten Konzert unter dem Motto „Barbecue, Beer & Beethoven“ hatte der Veranstalter Maximilian Klapsing am Samstagabend nach Gemen eingeladen. Im Rahmen der „musik:landschaft westfalen“ fanden sich so einige hundert Gäste ein, um dem Konzert in ungewöhnlicher Atmosphäre zuzuhören.
Die Idee des Konzerts war, ein klassisches Konzert in lockerer Umgebung zu präsentieren. So gestaltete sich der Aufbau: Hinter einer klassischen Bestuhlung vor der Bühne schloss sich ein Lounge-Bereich aus verschiedenen Couches, Sesseln und Liegestühlen an, daneben Getränke-, Snack- und Grillstände. Die Idee für diese ungewöhnliche Veranstaltung war Initiator Maximilian Klapsing vor zwei Jahren beim Beethoven-Festival in Warschau gekommen. Die Frage, wie man ein Publikum für klassische Musik gewinnt, das normalerweise eher nicht solche Konzerte besucht, hat er für sich mit dem Konzept „Barbecue, Beer & Beethoven“ beantwortet. Zentraler Gedanke war, das Konzert frei bewegbar zu erleben und nicht an einen Sitz gefesselt zu sein.

Gemischtes Publikum aus allen Altersschichten
Und genau diese Idee setzte das Publikum auch um. Dass Klapsings Strategie aufging, ließ sich am bunt gemischten Publikum erkennen, das sich aus allen Altersschichten zusammensetzte.
Die Standortwahl zugunsten der Gemener Freiheit war für Klapsing aufgrund der Atmosphäre „rein logisch“, und Bürgermeisterin Schulze Hessing nannte den Gemener Ortskern in ihren einleitenden Worten das „Schmuckkästchen Borkens“. Musikalisch begann der Abend mit der Young People Big Band aus Brünen. Die aus dem dortigen Posaunenchor entstandene Big Band präsentierte Jazz – unter anderem ein Stück von Glenn Miller, aber auch „Skyfall“, das Titellied des gleichnamigen James-Bond-Films. Unterstützung in Sachen Gesang erhielten die gut aufgelegten Niederrheiner von der Borkenerin Stefanie Rudde. Den abschließenden warmen Applaus bedachten die Young People mit dem Hinweis, die Gemener seien offensichtlich die Rheinländer Westfalens.
Lockere Atmosphäre prägte den Abend
In dieser lockeren Atmosphäre ging der Abend weiter. Zum namensstiftenden Hauptteil des Abends führte das mlw-Festival-Orchester unter der Leitung von Martin Panteleev ein „Best Of“ aus Beethovens Werk auf. Das Orchester bestand aus 42 jungen Hochschulabsolventen, die noch am Anfang einer professionellen Karriere als Musiker stehen. Der bulgarische Dirigent Panteleev, der zuvor bereits Gastdirigent von Leonard Bernsteins Philharmonie der Nationen war, präsentierte eine lebendige Auswahl aus Beethovens Werk, angefangen mit der „Egmont“-Ouvertüre.
Besucher Christian Bohn freute sich über die Auswahl der Stücke: „Es ist heute keine Musik gespielt worden, bei der man still sitzen möchte.“ Bei trockenem Wetter genossen viele Zuhörer ihre Bewegungsfreiheit und das gastronomische Angebot neben der Musik.
Panteleev fasste den Abend so zusammen: „Heute Abend ist für alle Sinne gesorgt.“ Der musikalische Teil des Abends blieb jedoch die ganze Zeit im Vordergrund, nicht zuletzt aufgrund der guten Akustik und des hervorragenden Könnens der Musiker.
Nach dem MLW-Orchester spielte das Quartett der Sängerin Frederike Berendsen mit Julian Bohn am Piano, Caris Hermes am Bass und Niklas Walter an den Drums zum Ausklang dieses Abends. Veranstalter Maximilian Klapsing will dieses Event im nächsten Jahr wiederholen.

Stephan Werschkull, ©http://www.borkenerzeitung.de/lokales/borken_artikel,-Panteleev-„Ein-Abend-fuer-alle-Sinne“-_arid,633918.html