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Galanacht der Chöre im Innenhof des Sportschlosses zu Velen

Der Regenguss kurz vor Beginn der Galanacht der Opernchöre im Innenhof des Schlosses zu Velen konnte den Andrang der Besucher nicht verhindern. Umso mehr freute sich Veranstalter Dirk Klapsing, in dessen achter Konzertreihe „Musiklandschaft Westfalen“ das Event stattfand, dass der Regen pünktlich zum Beginn aufhörte.

Die Feuerwehr hatte die Ortsdurchfahrt abgesperrt, damit der nahe Autoverkehr den Konzertgenuss nicht schmälern konnte. Melodien aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Otto Nicolai, Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber, Richard Wagner und Guiseppe Verdi setzten der Festivalchor und die Philharmonie unter der versierten Leitung von Carlos Dominguez-Nieto in überwältigende Klanggebilde um.

„Wir haben uns besonders auf den Chor gefreut. Ein Konzert an diesem Ort ist ein vollkommen neues Erlebnis“, so Veronika und Rainer Trepmann aus Weseke. „Das Konzert gefällt uns sehr gut. Das ist so schön hier“, lobte Elfie Lepkes aus Münster.

Bereits die Ouvertüre zu Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaros“, die am Anfang des Konzerts vom Orchester gespielt wurde, bewies die hohe Qualität der Philharmonie. Als der Chor die Arien „Bassa Selim lebe lange“ aus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ und die Arie „Heil sei euch Geweihten“ aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ sang, war der Regen längst vergessen. Wie ein Bienenschwarm leiteten die Violinen auch die Ouvertüre zur „Zauberflöte“ ein. Die Auflösung durch das Flötensolo lenkte in einen wunderschön ausgespielten Dialog mit der Klarinette und anderen Bläsern über.

„Die Akustik könnte man verbessern. Manches ist sehr leise. Leider singt der Chor fast im Dunkeln. Das Orchester ist super, besonders die Streicher. Die gesamte Atmosphäre ist sehr schön“, kritisierte und lobte Martina Schulz aus Ahaus.

Eine ganz besondere Überraschung servierte Klapsing zur Pause: Er konnte kurzfristig den „singenden Trucker“ Winni Biermann aus Bocholt gewinnen, der die Arie „Nessun Dorma“ aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“ sang. „Vor zehn Jahren begann ein Bocholter Jung, Gesangsunterricht zu nehmen. Im Hauptberuf ist er bis heute Lkw-Fahrer“, stellte Klapsing ihn vor.

Noch mehr Begeisterung entzündete die zweite Konzerthälfte mit Arien aus Wagners „Der fliegende Holländer“ und „Lohengrin“. Mehr als ein zustimmendes Raunen ging durch die Reihen, als aus Verdis Opern „La Traviata“, „Aida“ und „Nabucco“ Arien gespielt und gesungen wurden.

Am Ende stand das begeisterte Publikum und erklatschte sich ein paar Zugaben.

Elvira Meisel-Kemper, ©http://www.borkenerzeitung.de/lokales/velen_artikel,-Galanacht-der-Choere-im-Innenhof-des-Sportschlosses-zu-Velen-_arid,636383.html