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Galanacht der Opernchöre

Große Gefühle im Busdepot der VER

Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) ist bekannt für ihre einzigartige Konzertreihe „Linie 1“, die Musik in das ungewöhnliche Ambiente des Foyers am Wuppermannshof bringt. Noch ungewöhnlicher wurde es nun, als ein vielstimmiger Chor mitsamt eines ganzen Orchesters im Busdepot gastierte. Mit der „Nacht der Opernchöre“ holte das Festival „musik:landschaft westfalen“ die große Opernchor-Szenen, am nach Ennepetal.

Unter der Leitung von Carlos Domínguez-Nieto führte der „M:LW Festival Chor“ zusammen mit der „M:LW Festival Philharmonie“ die schönsten Chorszenen auf und brachte damit ein Ambiente in die große Halle, das fast dem einer italienischen Oper gleich kam. Zu hören war ein Programm, das durch die Orchestergeschichte führte, wie Dirigent Carlos Domíngues-Nieto erklärte. Der Abend begann mit Mozarts Ouvertüre zur „Hochzeit des Figaro“. Drei weitere Stücke aus der Feder Mozarts, unter anderem auch aus der bekannten „Zauberflöte“ folgten. Das Programms setzte sich harmonisch in der Romantik fort. Danach standen Teile aus Beethovens einzige Oper „Fidelio“ auf dem Programm, anschließend dessen Ouvertüre zu Goethes Drama Egmont. Weitere bekannte Werke wie der majestätische Triumphmarsch aus „Aida“, der Gefangenenchor aus „Nabucco“ – bei de von Giuseppe Verdi – und Richard Wagners düsterer Geisterchor aus „Der fliegende Holländer“ erfüllten ebenso die Halle.

Busse verlegt, Halle herausgeputzt

Die Zuschauer schlossen ihre Augen und lauschten der einzigartigen Musik. Durch die tolle Atmosphäre im Busdepot wurde der Klang des Orchesters auf einzigartige Weise verstärkt.

„Normalerweise stehen hier 36 Omnibusse im Busdepot, aber was ist hier schon normal?“, scherzte Thomas Schulte, Geschäftsführer der VER kurz vor Beginn des großen Konzertes. Die Busse wurden verlegt und die Halle herausgeputzt. Auch Bürgermeisterin Imke Heymann zeigte sich sichtlich begeistert, ein solches Ereignisin Ennepetal begleiten zu dürfen.

Die „musik:landschaft westfalen“ verfolgt die Grundidee, Konzert-Erlebnisse auf höchsten Niveau an die ungewöhnlichsten Orte zu bringen. „Nicht alle Städte sind in der Lage eine große Konzerthalle anzubieten“, erklärte Dirk Klapsing, der Geschäftsführer der M:LW. Seit der Gründung im Jahre 2009 brachte das Festival bereits 130 Konzerte an den ungewöhnlichsten Orten in ganz Westfalen über die Bühne und läuft nun in der achten Saison.

Der „M:LW Festival Chor“ besteht aus Sängern und Sängerinnen aus dem Münsterland, die sich wöchentlich zum Proben treffen. Das „M:LW Festival Orchester setzt sich zusammen aus Studierenden von Musikakademien und Hochschulen in ganz Nordrhein-Westfalen.

Publikum spendet reichlich Applaus

Chor und Orchester überzeugten mit harmonisch einstudierter klassischer Musik und brachten die ganz großen Gefühle der Oper in das Busdepot. Glück und Leid, Glanz und Drama fanden Ausdruck auf hohem künstlerischem Niveau. Insgesamt eine wunderbar gelungene „Nacht der Opernchöre“ bei einem einzigartigen Ambiente und mit reichlich Applaus.

Laura Dicke, ©http://www.derwesten.de/staedte/ennepetal/grosse-gefuehle-im-busdepot-der-ver-id12124902.html